Grundschule Esterwegen - offene Ganztagsschule
Lernen und sich wohlfühlen

Schmunzeltexte von Kai Engelke


1) Die freundliche Oma

Das ist meine freundliche Oma: J.
Das ist die Brille  $ meiner J.
Das ist der Bleistift
! meiner  J.
Das ist mein missmutiger Onkel:
L.
Das ist der Briefkasten
- meines L.
Das ist der fröhliche Brief
* , den meine J meinem L schrieb ? .
Das ist das Buch 
&  meiner J.
Das ist das Telefon
(  meines L.
Und das ist die Postkarte:
+.

Eines Tages dachte meine J an meinen L , und er tat ihr etwas Leid. So beschloss sie ihm einen * zu ? , damit er nicht mehr so missmutig ist. Sie setzte ihre $ auf, nahm ihren ! zur Hand und ? einen * . Als mein L den * in seinem - fand, da wollte er zuerst fürchterlich zu schimpfen MN anfangen, denn er hielt den * für eine Rechnung. Nachdem mein L den * gelesen hatte, da war ihm plötzlich ganz fröhlich zumute und sein Gesicht sah auf einmal etwa so aus: J. Von diesem Tag an war mein L ein freundlicher Onkel (J). Er ging geradewegs zu seinem ( um meine J anzurufen. Er wollte sich bei ihr für den * bedanken. Meine J war allerdings in der Stadt, um sich ein & zu kaufen, denn sie las für ihr Leben gern. Mein J fing sofort an zu MN , als er meine J nicht erreichte und um ein Haar hätte sein fröhliches Gesicht sich wieder verfinstert. Da besann sich mein J jedoch und ? meiner J eine ganz lieben +.
Manchmal denke ich an die Zeit zurück, als mein
J noch missmutig war. Da konnte ich die beiden wenigstens noch unterscheiden.




2) Über die pädagogische Vermittlung weihnachtlicher Traditionen oder 

    Ein Grundschullehrer plaudert aus der Schule

Stille Nacht, heili – Pssst! Heilige Nacht! Alles schläft, einsam – ihr sollt singen, nicht quatschen! Einsam wacht/ nur das traute hochheilige Paar –

Kevin und Malina, hört sofort auf da jetzt – holder Knabe im lockigen –

Kevin, du sollst Malina nicht an den Haaren ziehen! – lockigen Haar, schlaf in himmlischer Ruh – Ruhe, sag ich! – Schlaf in himmlischer Ruh!

Kevin, du gehst jetzt am besten mal raus! Nein, keine Diskussion! Ich hab jetzt die Schnau…Komm! Ab! Vor die Tür!

 

Stille Nacht, heilige Nacht! Hirten erst kundgemacht – Marcel, wie oft soll ich dir noch sagen…na, hör mal, ich hab´s doch mit eigenen Augen gesehen, nu erzähl mir doch nichts!

Durch der Engel Halleluja – ich kann mir auch was Besseres vorstellen, als mit euch hier…

Tönt es laut von fern und von nah – Nein, verdammt noch mal, es hat nicht geklingelt, das war Lenas Geodreieck!

Christ, der Retter ist da, Christ, der Retter ist – Maria, wo ist eigentlich dein Liederheft? Nein, das hattest du beim letzten Mal auch schon nicht dabei!

Christ der Retter ist da.

Stille Nacht, heilige Nacht! –

Mein Gott, was ist denn jetzt schon wieder los? Markus, nun lass doch endlich die Lisa mal in Ruhe! Das muss doch nicht sein! Immer dieses…

Gottes Sohn, oh wie lacht – die dummen Sprüche könnt ihr euch sparen! Der hieß nicht Owie, der hieß Jesus – okay, Jens: „hat geheißen“, du hast ja Recht!

Gottes Sohn, oh wie lacht Lieb aus deinem göttlichen Mund, da uns schlägt die rettende Stund – nein, da wird niemand geschlagen, Jens! Ich weiß, Jens, schlagen ist schlecht, das tut man nicht, aber in diesem Lied -  ja, Jens, das stimmt schon –aber hier in diesem Fall ist eine Uhr gemeint, die schlägt. Die Glocke einer Uhr, das sagt man so…Jens, nun halt doch endlich mal deine…

Da uns schlägt die rettende Stund – Was? Mathe! Mathe habt ihr in der nächsten Stunde! Das ist doch nicht zu glauben!

Christ, in deiner Geburt – Ja, Jens, natürlich, das wissen wir alle: Jesus. Aber sein voller Name war Jesus Christus von…was? Sieh mal, du bist doch auch ein Christ, nein, du bist natürlich nicht Jesus, ein Christ! Nun reicht´s mir aber, Jens, mit deinen ewigen Besser…ach, hör doch auf, Schluss jetzt!

Christ, in deiner Geburt!

So, Finito! Hefte zu! Wegpacken! Pause!

 

3) Der Clou

Es war einmal ein Känguru

Das liebte einen Kakadu

War mit ihm auf du und du

Sie trafen sich ab und zu

zum Rendezvous

 

Da sprach der stolze Marabu

Zu dem verliebten Känguru

„Was soll denn das Getu´?

Ich mach aus dir Ragout

Du doofes Känguru!“

 

„Hey!“, rief da das Gnu,

„Lass das Känguru in Ruh!

Das ist für dich tabu!“

 

„Wozu denn dieser Schmu?“,

fragte da die Kuh

 

„So ein Filou“,

dachte sich das Gnu

 

Was sagst denn du?“,

fragte unser Känguru

den verdutzten Kakadu

 

„Müsst ihr denn partout

streiten immerzu?

Ich will meine Ruh!“

 

Die Kuh sagte dazu:

„Miau!“

 

Oh!

 

 

4) Der Beau

Da war einmal ein Beau

Ho, ho!

Das war ein reicher Gigolo!

Wohnte in einem alten Chateau

Mitten in Bordeaux

Dort saß er in seinem Büro

Trank Pikkolo und spielte froh

Nein, nicht Domino, iwo!

Er klimperte auf seinem Cembalo

Das war ´ne Show!

Plötzlich schrie er Zeter und Mordio!

Er musste nämlich – oh, oh! –

Ganz dringend aufs Klo

Hallo? Das hatte kein Niveau!

War ihm egal, sowieso

Er war nun mal so roh

Unser Beau schloss das Rollo

Weg mit dem Trikot

Und setzte sich mit dem Po

Aufs Klo und hörte Radio

Hockte dort bis Ultimo

Da ist der Status Quo

 

Ich bin zwar arm aber oho

Lebe nicht in einem Chateau

Ich wohne anderswo

Rate mal, wo

Jo! In meinem Bungalow

Ich schnapp mir meinen Paletot

Und geh inkognito

Völlig ohne Risiko

In den Zoo

So!

 

 10/08  © Kai Engelke